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Theodor van den Boom
erblickte das Licht der Welt in den frühen 60er Jahren noch unter seinem bürgerlichen Namen Bernd Boßmann in NRW/Appeldorn.
Seine Kranken- und Psychiatriepflegerausbildung und die damit erworbene Menschenkenntnis weckten in ihm bald sein Lebensmotto: "Was nutzt es, das Brautkleid erst im Sarge zu tragen?", und so beschloss er sich der Bühnenkunst zu widmen. Mit einer, neben seinem abgeschlossenen Schauspielstudium, absolvierten Akrobatikausbildung öffneten sich ihm die Tore der renommiertesten deutschsprachigen Theater und Varietébühnen: Theater des Westens (Berlin), Schiller Theater (Berlin), Maxim Gorki Theater (Berlin), Wühlmäuse (Berlin), Bar jeder Vernunft (Berlin), Traumtheater Salomé, Zirkus Roncalli und Zirkom waren nur einige wenige (!) Stationen auf seinem Weg zu den O-TonPiraten.
1600 gespielte Vorstellungen unter der Regie von Walter Bockmayer im Kaiserhof-Theater Köln nötigen uns allergrößten Respekt ab, denn solch ein Pensum hat noch nicht einmal Hildegard Knef am Broadway mit "Silk Stockings" bewältigt. Seine zahlreichen Ausflüge in die Welt des Films (u.a. unter der Regie von Vico v. Bülow / Rosa v. Praunheim / Michael Brynntrup) können wir an dieser Stelle aus Platzgründen nur andeuten. Und weil Theo immer etwas neues probieren muss, hat er im September 2006 auch noch das erste deutsche Friedhofs-Café "Finovo" auf dem alten St. Matthäus Friedhof in Berlin eröffnet. Er freut sich auch dort auf euren Besuch!
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André Fischer
wurde 1960 am Bodensee geboren, spricht aber inzwischen schon sehr gut Deutsch. Er begann sein Berufsleben als Koch, Lagerarbeiter, Bürohilfskraft, Blumenausfahrer und Lithograf. Danach blieben nur noch zwei Alternativen: Berufsberater oder Schauspieler - er entschied sich für letzteres und landete bei den legendären "Technicolor Dreams", wechselte dann zur legendären "Preddy Show Campany". Nach deren Legenden umwobener Auflösung wurde er von den legendären "College of Hearts" für die Musical-Produktion "Honka He" eingekauft. Danach sorgte er in der legendären Spreedosen-Produktion "Unkraut vajeht nich" als Hase für Furore in der Berliner Presse. Im Fernsehen sah man Fischer in der legendären Kinderserie "Denkste" und (wenn man ganz schnell guckte) im legendären Nussini-Werbespot als Partner der lila Milka-Kuh. Der Vollmilch-Mime ist heute festes Ensemblemitglied des Jugendtheaters Strahl und Gründungsmitglied der O-TonPiraten. Um an seiner Legende weiterzustricken wagte er sehr erfolgreich einen Soloausflug in die Bar jeder Vernunft und war dort "Völlig ausgebucht". Fischer spart auf seinen Alterssitz. Der Rest ist Legende. |
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Chrille Fritz
wurde 1962 in Berlin geboren. Sein erster Berufswunsch ("Direktor oder Chef", O-Ton Klein-Chrille) wurde von ihm später nicht weiter verfolgt. Dennoch gelang es ihm karrieremäßig über kurz oder lang glänzend abzuschneiden: er wurde Frisör. Kenner rühmen ihn inzwischen als "Tolstoj des Haareschneidens" (keiner kommt mit mehr Charakteren zurecht, und keiner nimmt sich so viel Zeit). Zu ebenso großer (wenngleich ganz anderer) Hochform läuft Chrille auf, wenn er auf der Bühne in die verschiedensten Figuren schlüpfen darf. Weit über die Grenzen der Stadt hinaus liebt man sein Fräulein Debbie oder seine Frau Schmaltz ("Mutti ist müde..."), und in Berlin ist er oft die Hauptattraktion einer "Hafen"-Rundfahrt. Angefangen hat alles bei den "Berlin Play Actors". Danach spielte Chrille die Hauptrolle in "Frauen schlafen nie" (nach der Filmvorlage "Die Frauen"). Seither ist er festes Mitglied der Spreedosen ("Unkraut vajeht nich", "Prinz gesucht", "Titanic"). Von Beginn der O-TonPiraten an war Chrille an Bord und mit Haut und Haaren dabei. Interessierten Fans sei vorsorglich verraten, dass er sich grundsätzlich nicht in Personen mit Wohnsitz in 1000 km Umkreis von Berlin verliebt. |
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Tillmann C. Jakob
Es ist schon eine Ironie der Theatergeschichte, dass der 1972 im kühlen Westerwald (noch unter
Zwangs-Pseudonym) geborene Tillmann bei seiner Arbeit als O-TonPirat von seinen so zahlreichen und kräftigen Organen ausgerechnet auf sein Lieblingsorgan verzichten muss: seine Stimme. Denn wenn andere unter der Dusche singen, plant er gleich eine Bädertournee; und wo immer er an einem Mikrofon vorbeikommt, kommt er eben nicht daran vorbei. Tillmann C. Jakob tänzelt seit 1995 massiv auf den Berliner Bühnen herum. In Gestalt seines alter egos
"Tilly Creutzfeldt-Jakob" verleiht er seinen zahlreichen Auftritten als Sänger, Moderator und Schauspieler Gewicht und zeigt dabei schon mit der Auswahl von Liedern und Kostümen, dass auch die breite Masse durchaus Geschmack haben kann. Selbst in der Spreedosen-Produktion "Titanic" hielt er sich spielend über Wasser. Mit Jochen Paul agierte Tillmann erstmals in der Produktion "Diva Besser" in der "Bar jeder Vernunft". Er stand zwar schon mit Cora Frost, Popette Betancor, Sherry Vine, Désirée Nick, Joey Arias, Rainer Bielfeld, Tim Fischer, Lilo Wanders und Ades Zabel auf der Bühne - aber am liebsten eben mit den O-TonPiraten. |
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Jochen Paul
wurde geboren zwischen 14 und 16 Uhr im tiefsten Winter und ist vermutlich daher Langschläfer, war aber in den Redaktionsräumen von Radio 100 ein ganz Ausgeschlafener. Von Tima der Göttlichen für ein Modeprojekt auf die Bühne gezerrt, entwickelte er sich von da an langsam zur Rampensau. Paul moderierte jahrelang zusammen mit Chou-Chou de Briquette die unvergessliche "Liedstrich-Gala" als Giselle D'Apricot. Er entwickelte und präsentiert die gnadenlose "Knüppelshow", spielte bei den Spreedosen ("Unkraut vajeht nich") und gab eine verblüffend echte Popette Betancor in "Diva Besser". Er durfte schon die Bühnen des Schmidt-Theaters in Hamburg, der Kammerspiele Mainz, des Friedrichstadtpalastes, des Theaters des Westens, des BKA und der Bar jeder Vernunft küssen. Désirée Nick, Popette Betancor, Cora Frost, Lilo Wanders, Gayle Tufts und Rainer Bielfeld mussten es schon mit ihm aushalten. Für seine Rolle als Bienenkönigin in "Blutiger Honig" bekam er den Kulturluftbrückenpreis in Hamburg, für seine sterbende Diva in "COMEBACK" neidische Blicke und für seine Schusseligkeit ständig Kloppe von den Kollegen. Paul ist Mitbegründer der O-TonPiraten. |
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Thorsten
Junge (Ex-O-TonPirat. Spielte in "COMEBACK", "LIEBE IST" und "GROß IN FAHRT" bis September 2006)
wurde 1968 in Berlin geboren, wuchs aber in Kreuzberg auf! Das prägte Thorsten nachhaltig. Seine vielen Charaktere und sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein finden sich deshalb auch immer wieder in einer Vielzahl seiner bisher gespielten Bühnenfiguren wieder. Er singt und tanzt gerne und bietet seine schauspielerischen Qualitäten sowohl im klassischen und modernen, als auch im Boulevard- und Comedy-Bereich an.
In der Volksbühne Berlin, dem Hebbel Theater, der Bar jeder Vernunft und dem BKA Theater Berlin, sowie im Theater Strahl, dem Quatsch Comedy Club und dem Tempodrom fühlt er sich durchaus zuhause. Wenn er dann mal zuhause ist, versucht er dort seinem ICH etwas näher zu kommen. Das scheint ihm ab September 2006 gelungen zu sein, denn zu diesem Zeitpunkt hat er die Piraten verlassen, um an seinem eigenen Bühnenprogramm
zu basteln. Wir wünschen ihm allen erdenklichen Erfolg.
Tschüss Thorsten, und hab immer Wind in den Segeln! |
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Nadine Wrietz (Ex-O-TonPiratin. Spielte in "LIEBE IST" bis Dezember 2003)
Mit der Mitwirkung von Nadine Wrietz konnten die O-TonPiraten ihre Produktion "LIEBE IST" endlich mit dem Slogan bewerben: "Jetzt neu mit 20% echter Frau". Nadine wurde 1975 in Spandau geboren. Das SFB-Jugendmagazin "Moskito" ("Nichts sticht besser") holte sie 1987 nach Berlin, wo sie noch heute lebt. Nadine spielte in bereits mehr als 35 Folgen der ZDF-Kinderserie "Anja und Anton" eine der beiden Titelrollen. Außerdem gingen auf ihr Konto: Radiomoderationen (ORB-Radio Fritz "Blue Moon"), Spielfilme (Hauptrolle in "Á la minute", 1995), ein Hörspiel sowie das Sprechen mehrerer Dokumentarfilme. Das äußerst sinnliche Wesen (informierte Kreise wollen wissen, der Geschmack bestimmter Schokoladensoßen könne ihr Tränenströme entlocken), verfügt außerdem über eine satte Bluesröhre, die bereits die "Bar jeder Vernunft", das SO 36 und andere angesagte Locations erzittern ließ. Sie musste ihren Ausflug mit den O-TonPiraten viel zu früh beenden. Internationale Film- und Fernsehproduktionen rissen sich um sie, und die Piraten mussten sie mit zwei weinenden Augen ziehen lassen. Tschüss Nadine.
Wir wissen sie auf bestem Kurs! |
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